In Steglitz-Zehlendorf gibt es Wasser. Und das theoretisch auch im Notfall. Praktisch gibt es vor allem Zahlen. Und die fließen ausgezeichnet. Während mehr als die Hälfte der Notbrunnen defekt ist, zeigt der Berliner Senat, wie moderner Katastrophenschutz wirklich funktioniert: Man repariert nicht, man subtrahiert.
Im April 2025 waren noch 136 Brunnen kaputt. Doch dann geschah das Wunder von Steglitz-Zehlendorf: Zehn Brunnen wurden entfernt. Nicht repariert. Entfernt. Sie existieren jetzt nur noch in der Erinnerung älterer Verwaltungsakten. Ergebnis: Zack – weniger Defekte! Das ist keine Statistik, das ist Houdini mit Excel.
Bis Jahresende wurden 15 Brunnen ertüchtigt. 15! Das ist exakt die Anzahl an Pumpen, die man braucht, um bei einer Pressekonferenz ernst zu nicken und das Wort „Fortschritt“ auszusprechen, ohne rot zu werden. Die übrigen Brunnen stehen derweil angekettet da wie besonders gefährliche Tiere im Zoo: Bitte nicht füttern, sie beißen nicht, sie funktionieren nur nicht.
Der Senat empfiehlt im Katastrophenfall: zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag, für fünf Tage. Alternativ empfiehlt Steglitz-Zehlendorf: ein Liter Wasser und neun Liter Optimismus. Wer Durst hat, soll einfach an der Statistik nuckeln – die ist rund, sauber und jederzeit genießbar.
Fazit: Die Notbrunnen sind zwar defekt, aber die Bilanz ist frisch gepumpt. Und falls es zum Ernstfall kommt, gilt: Wasser fehlt – aber die Zahlen sind stabil.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zur Berliner Notbrunnen-Realität
F: Warum sind so viele Notbrunnen defekt?
A: Sie sind nicht defekt, sie sind temporär wasserabstinent. Außerdem steht „Not“ nicht für Funktion, sondern für Gefühl.
F: Weshalb wurden zehn Brunnen entfernt?
A: Aus Gründen der statistischen Hygiene. Ein entfernter Brunnen kann nicht kaputtgehen und gilt damit als hochverfügbar.
F: Sind entfernte Brunnen also besser als reparierte?
A: Absolut. Reparierte Brunnen können wieder kaputtgehen. Entfernte Brunnen nicht. Das ist nachhaltige Resilienz.
F: Wie viele Brunnen sind aktuell funktionsfähig?
A: Das hängt davon ab, wie man zählt. Und wer zählt, hat schon halb gewonnen.
F: Was mache ich im Katastrophenfall ohne Wasser?
A: Ruhe bewahren, Statistik konsultieren und an die Empfehlung denken: Zwei Liter Wasser pro Tag – oder ersatzweise ein halber Liter Realität und anderthalb Liter Vertrauen in den Senat.
F: Warum sind defekte Brunnen mit Kette und Schloss gesichert?
A: Damit niemand versehentlich Hoffnung schöpft.
F: Wird es künftig mehr funktionierende Notbrunnen geben?
A: Ja. Entweder durch Reparatur oder durch konsequentes Weglassen.
F: Ist Steglitz-Zehlendorf gut vorbereitet?
A: Zahlenmäßig hervorragend. Flüssigkeitsmäßig in Arbeit.

